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 | Kreisdelegiertenversammlung 2007 |
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Ellringen-Leestahl. SG Dahlenburg. Anlässlich des 125 jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Ellringen fanden sich am Samstag, dem 01.September die Vertreter aller 96 Ortsfeuerwehren und der zwei Werksfeuerwehren des Landkreises sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und befreundeter Hilfsorganisationen in der geschmückten Festhalle ein, um neben durchzuführenden Wahlen und Ehrungen auch dem Bericht des Verbandsvorsitzenden Torsten Hensel und der Gäste zu lauschen.
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Der Bericht des Vorsitzenden und Kreisbrandmeisters hatte es in sich. Ernste mahnende Worte, richtete Hensel in Richtung der Vertreter von Politik sowie Verwaltung und forderte seine Kameraden auf, den drohenden Problemen entgegenzutreten.
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So habe der Verwaltungsaufwand für die ehrenamtlichen Führungskräfte ein nicht mehr zumutbares Niveau erreicht. Die zusätzlichen Herausforderungen seien Gewaltig.
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Die Freiwilligen Feuerwehren stünden in den kommenden Jahren vor wichtigen Veränderungsprozessen, denen zeitnah begegnet werden müsse. So habe die kürzlich vollzogene Auflösung der Ortsfeuerwehr Dachtmissen in der Samtgemeinde Gellersen nicht aufgrund von Finanzproblemen oder fehlender Gerätschaften stattfinden müssen, sondern weil sich niemand mehr bereit gefunden habe, hier den Ehrenamtlichen Dienst zu leisten oder leitende Aufgabe wahrzunehmen. Die Bevölkerung sei nun auf Hilfe aus den Nachbardörfern angewiesen; die bürgerliche Gemeinschaft der Feuerwehr gäbe es hier nun nicht mehr. Die wichtigen Ortskenntnisse der Feuerwehrangehörigen sei beispielsweise so auch nicht mehr verfügbar.
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Ein weiteres Problem sei die sog. Tagesalarmverfügbarkeit der Ehrenamtlichen in Stadt und Land. Der gesellschaftliche Wandel in der Arbeitswelt habe dem Freiwilligen Feuerwehrwesen schwer zugesetzt. Durch Pendler und Wegfall von Arbeitsplätzen in den Ortschaften der Fläche, seien die Einsatzkräfte im Alarmfall nicht mehr so verfügbar, wie noch vor einigen Jahren. Zudem könnten die Freiwilligen nicht mehr so einfach ihre Arbeitsstelle verlassen. Davon, dass die, dem Allgemeinwohl dienende, Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ein Einstellungsvorteil bei einem potentiellen Arbeitgeber sei, könne wohl heute kaum noch die Rede sein. Viele der Kameradinnen und Kameraden müssten für die Teilnahme an Lehrgängen der Landesfeuerwehrschule ihren Erholungsurlaub nehmen, bzw. trauten sich nicht Sonderurlaub zu beantragen.
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Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden demographischen Wandels müssen das ehrenamtliche Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren ernsthaft gestärkt und weitere aktive Mitglieder geworben werden.
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Hier müsse dringend etwas passieren, damit der erreichte Stand eines hervorragend qualifizierten, bewährten und auf Freiwilligkeit fußenden Hilfeleistungssystem bei wachsenden Anforderungen an Ausbildung, Technik und Einsatz auch weiterhin annähernd erhalten werden könne. Es bleibe hierfür, wie Regierungsbrandmeister Werner Meyer in seiner Ansprache ergänzte, nicht mehr viel Zeit, da man die notwendige Zeit für die Ausbildung ds Nachwuchses mit berücksichtigen müsse. Die im Landkreis durchgeführte Bildung taktischer Züge auf Komunalebene sei ein mittlerweile bewährter Weg, um diesen Entwicklungen etwas entgegen zu setzen.
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Anreize könne man z.B. dadurch schaffen, dass die Nutzung öffentlicher Einrichtungen der Kommune und des Landkreises für aktive Mitglieder stark vergünstigt oder kostenfrei ermöglicht werden könnten (Freibad, Kulturelles, Kindergartenplatz), so der Kreisbrandmeister.
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Das man den guten Versicherungsschutz der Ehrenamtlichen im Feuerwehrdienst mit der Auflösung der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen (FUK) praktisch auflösen wollte, sei einem entsprechendem Engagement ebenfalls nicht dienlich. Erfreulicherweise habe es hier scheinbar erfolgreiche Versuche gegeben, dies gefährliche Entwicklung aufzuhalten.
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Auch die aktuelle Kampagne des deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) " Frauen am Zug!", die sich intensiv mit der Werbung weiblicher Mitglieder befasse, sei hier hilfreich und zeige, wo noch Potenziale schlummerten. In der Kreisfeuerwehr liege der Anteil der weiblichen Mitglieder mit neun Prozent zwar leicht über dem Bundesdurchschnitt (ca.7%), doch müsse man(n) hier noch viel intensiver tätig werden als zuvor.
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Sehr erfreulich sei hingegen die Entwicklung der Jugendfeuerwehren. Mit der Jugendfeuerwehr Soderstorf (SG Amelinghausen) sei im Verbandsbereich die nunmehr 73.Jugendfeuerwehr gegründet worden. Durch Kooperationen seien 92 Ortsfeuerwehren an der Jugendarbeit beteiligt. Auch mit der Bildung von Floriansgruppen, den jüngsten Schützlingen des Verbandes, gehe es immer weiter voran. Dennoch könne diese positive Entwicklung bei der Nachwuchsgewinnung nicht den mittelfristigen Kräftebedarf bei den aktiven Mitgliedern ausreichend decken, ist sich Hensel sicher.
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Auch über eine Anhebung des Dienstalters (derzeit ist mit 62 Schluss) für aktive Feuerwehrangehörige were auf Landesebene nachgedacht. Hierfür gäbe es ernstzunehmende Pro- und Contra- Argumente. Torsten Hensel möchte künftig hierzu auf jeden Fall die Meinung der Basis einholen.
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Das die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Lüneburg einen unverzichtbaren Dienst für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten, machte die von Mirko Dannenfeld, Chef der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle, vorgetellte Einsatzstatistik des 1. Halbjahres 2007 mehr als deutlich:
896 Einsätze (+64% zum 1.Halbjahr 2006)
183 Brandeinsätze (44x Feuer im Gebäude) 595 Technische Hilfeleistungen (338 wetterbedingte Einsätze) 3 böswillige Alarme 115 blinde Alarme (88 Fehlauslösungen bei Brandmeldeanlagen)
66 Personen gerettet 17 Personen verstorben
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Wahlen
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Beisitzer im Vorstand
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SG Amelinghausen, Heinrich Rörup
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SG Bardowick, Jens Prüße
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SG Scharnebeck, Arne Westphal
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Schriftführer KFV
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Ernst-Holger Stolle, Wendhausen
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Kreispressewart
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Andreas Apeldorn, Adendorf
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Ehrungen
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Ehrennadel des LFV in Silber
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Klaus Götsch, Heiligenthal
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Dt.Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber
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Matthias Kleps, LG-Häcklingen
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Burkhard Jäkel, Drögennindorf
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Kurzinfo KFV Lüneburg e.V.: Der Kreisfeuerwehrverband ist die Interessengemeinschaft aller Feuerwehrangehörigen im Landkreis Lüneburg und besteht zur Zeit aus 6248 Mtgliedern(3808 Aktive, 1171 Jugentliche, 1271 Altersabteilung, 162 Kinder in Floriansgruppen, 68 Musiker) in 96 Ortsfeuerwehren und zwei annerkannten Werksfeuerwehren.
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(c)stellv. KPW M.-B. Peisker
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